Stentor polymorphus
__________________

Grünes Trompetentierchen

STENTOR POLYMORPHUS

Grünes Trompetentierchen

Image
Image

Stentor polymorphus - Dunkelfeld

Image

Es eignen sich verschiedene Kulturbehälter

Image

Ciliaten-Kultur-Medium

Das grüne Trompetentierchen (Stentor polymorphus) ist ein einzelliger eukaryotischer Organismus aus der Familie der Stentoridae und zeichnet sich durch das Vorhandensein endosymbiotischer Algen aus, die für seine charakteristische grüne Färbung verantwortlich sind. Aufgrund dieser Symbiose stellt Stentor polymorphus ein interessantes Modellorganismus für die Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Wirtszelle und Endosymbionten dar.

 

In ausgestrecktem Zustand erreicht der Organismus eine Länge von etwa 1–2 mm und ist damit für einen Einzeller außergewöhnlich groß sowie mit bloßem Auge sichtbar. Zu den typischen morphologischen Merkmalen zählen der perlschnurartig aufgebaute Makronukleus sowie die symbiotisch lebenden Algen im Cytoplasma.

 

Bei ausreichendem Nahrungsangebot treten Stentor polymorphus-Individuen häufig in Kolonien auf, die am Substrat befestigt sind. Unter Bedingungen des Nahrungsmangels lösen sich die Organismen vom Untergrund und wechseln in eine frei schwimmende, tonnenförmige Gestalt.

 

Versuche und Beobachtungen

Im Rahmen von Untersuchungen können die Endosymbionten, der Zellaufbau, Formveränderungen, die Nahrungsaufnahme sowie die Zellteilung von Stentor polymorphus analysiert werden.

 

Kulturanleitung für Stentor polymorphus

Material und Geräte

- Kulturansatz von Stentor polymorphus

Ciliatenkulturmedium

- Reis- oder Weizenkörner (ungekocht)

- Petrischale oder geeigneter Glasbehälter

- Abdeckung (z. B. Petrischalendeckel)

- Co-Kultur von Chilomonas paramecium

 

Durchführung

Der Kulturansatz wird unmittelbar nach dem Erhalt in eine saubere Petrischale oder einen geeigneten Glasbehälter überführt. Es ist darauf zu achten, dass die verwendeten Gefäße nicht mit Spülmitteln gereinigt wurden, da Rückstände toxisch auf die Organismen wirken können. Anschließend wird der Ansatz mit Ciliatenkulturmedium bis zur gewünschten Füllhöhe ergänzt.

Zur Bereitstellung einer langfristigen Nährstoffquelle werden zwei ungekochte Reis- oder Weizenkörner in die Kultur eingebracht. Der Behälter wird anschließend abgedeckt, um Verdunstung und Kontamination zu minimieren.

 

Fütterung und Kulturbedingungen

Als Hauptnahrungsquelle dienen Flagellaten der Art Chilomonas paramecium, die dem Neuansatz zugesetzt werden. Je nach Populationsdichte erfolgt eine regelmäßige Nachfütterung.

Die Kultur sollte bei Zimmertemperatur (ca. 18–20 °C) und an einem hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung aufgestellt werden. Die Lichtverhältnisse sind insbesondere für die Photosyntheseaktivität der endosymbiotischen Algen von Bedeutung.

 

Subkultivierung und Entsorgung

Nach etwa vier Wochen empfiehlt sich das Anlegen eines neuen Kulturansatzes, um eine stabile Population aufrechtzuerhalten. Der alte Ansatz kann in die natürliche Umgebung überführt werden, da Stentor polymorphus eine einheimische Art ist.

 

Alternative Fütterungsmethode

Als alternative Nährstoffquelle kann eine Milchkultur verwendet werden. Hierzu wird der Kultur ein einzelner Tropfen pasteurisierte Frischmilch oder Kondensmilch zugesetzt. Die Milch fördert das Wachstum von Bakterien, die als indirekte Nahrungsquelle dienen und eine rasche Populationszunahme der Ciliaten ermöglichen.

Sobald sich die Nährlösung nach einigen Tagen wieder geklärt hat, kann erneut ein Tropfen Milch zugegeben werden. Eine Überdosierung ist unbedingt zu vermeiden, da ein zu starkes Bakterienwachstum zu Sauerstoffmangel führen und den Zusammenbruch der gesamten Kultur verursachen kann.

 

 

 

Bilder-Galerie
Video-Galerie

Video-Informationen

Diese Filme wurden in 4K 16:9 (50fps) aufgenommen. Für eine schnellere Ladezeit sind die Filme hier auf HD 1280x720 (25fps) als mp4 (H.264) komprimiert.

Stentor polymorphus - Dunkelfeld

Stentor polymorphus - Strömungszirkulation

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.