Übersicht - einfach zu kultivierende Ein- und Mehrzeller
Blepharisma japonicum - Japanisches Lidtierchen
Das japanische Lidtierchen ist durch die Größe (300-1200µ) und der roten Färbung leicht mit bloßem Auge zu erkennen. Es ist unter dem Mikroskop durch die langsame Fortbewegung gut zu studieren. Zellteilungsversuche sind mit dem Lidtierchen einfach durchführbar, da die Größe und Färbung das Auszählen sehr erleichtert. Außerdem lassen sich durch die Größe schon bei geringer Vergrößerung die Bestandteile der Zelle, Cilienschlag und die Zellteilung beobachten. Sie eignen sich außerdem für die Chemotaxis-Versuche.

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Blepharisma americana - Amerikanisches Lidtierchen
Das amerikanische Liedtierchen unterscheidet sich von der asiatischen Art (B. japonicum) vorallem durch die geringere Größe und der wesentlich höheren Teilungsrate. Das Verhalten von Kannibalismus und "Riesentierchen" ist noch ausgepägter. Die Kultur ist ebenso absolut problemlos. Durch die einfache Massenentwicklung und Rotfärbung (Futterreiz) ist B. americana für die Aufzucht von Jungfischen geeignet. Auch sie eignen sich für die Chemotaxis-Versuche

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Paramecium bursaria - Grünes Pantoffeltierchen
Das grüne Pantoffeltierchen gehört zu den bekanntesten Endocytobioten (Symbiose, bei denen ein Partner in den Zellen des anderen lebt). Einzellige Grünalgen (bis zu mehreren Hundert) schwimmen im Entoplasma der Paramecien. Im Gegensatz zu P. caudatum ist das grüne Pantoffeltier positiv phototaktisch, was in Versuchen veranschaulicht werden kann.

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Paramecium caudatum - Pantoffeltierchen
Das Pantoffeltierchen dürfte zu den am besten untersuchten Einzellern gehören. Charakteristisch sind die zwei pulsierenden Vakuolen mit dem Strahlenkranz. Mit einer Größe von ca. 180µ sind sie auf dunklem Untergund noch mit dem bloßen Auge sichtbar. Gut zu beobachten sind Teilungsvorgänge, Fortbewegung und das Ausstoßen von Trichocysten. Als Futtertier für Amöben und Actinosphären (und diverse Jungfische) unerlässlich.

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Stentor coeruleus - Blaues Trompetentierchen
Das blaue Trompetentierchen ist durch seine Färbung einer der schönsten Vertreter der Stentoren-Familie. Sie erreichen ausgestreckt eine Länge von 1-2 mm und sind somit mit dem bloßen Auge zu erkennen. Charakteristisch für Stentor coeruleus ist sein perlschnurartiger Zellkern. Bei ausreichendem Nahrungsangebot bilden sie Kolonien, hungernde Stentoren lösen sich vom Untergrund und schwimmen tonnenförmig umher. Es lassen sich sehr gut Formveränderung, Nahrungsaufnahme und Zellteilung beobachten.

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Stentor polymorphus - Grünes Trompetentierchen
Das grüne Trompetentierchen ist ein weiterer interessanter Vertreter der Endocytobioten. Auch hier leben Zoochlorellen im Entoplasma. Erreicht wie St. coeruleus eine Größe von 1-2 mm und besitzt einen perlschnurartigen Zellkern.
Bei reichlichem Nahrungsangebot bilden sie sehr schöne Kolonien. Wie bei St. coeruleus lassen sich sehr gut Formveränderung, Nahrungsaufnahme und Zellteilung beobachten. Die symbiotischen Algen sind deutlich im Entoplasma zu sehen.

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Amoeba proteus - Wechseltierchen ( Amöbe)
Diese Amöbe lässt sich leicht in Kultur halten und ist eine Art Haustier der Protistenforscher geworden. Durch ihre Größe (300-600µ) sind sie auf dunklem Untergrund mit bloßem Auge zu sehen. Sie eignen sich zur mikroskopischen Beobachtung von Plasmaströmen und Nahrungsaufnahme.

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Euglena gracilis - Augenflagellat
Die nur 80µ großen Flagellaten lassen sich leicht in Kultur halten. Sie können ungünstige Lebensbedingungen im sog. "Palmella-Stadium" (Abwurf der langen Geißel und einkugeln in Gallerte) überdauern. Euglenen eignen sich hervorragend für Schule und Forschung, da folgende Eigenschaften leicht zu beobachten sind: Formveränderung, Ortsveränderung (Bewegung), Überdauerungsstadium (Palmella-Stadium), ausgeprägte Phototaxis, Biokonvektionsmuster, Chemotaxis. Auch geeignet als Futter für diverse Jungfische.

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Chilomonas paramecium - Bogengeißelflagellat
Dieser ca. 40µ großer Flagellat eignet sich auf Grund seiner schnellen massenhaften Vermehrung hervorragend zur Fütterung von Stentoren, Amöben, Sonnentierchen, Rädertieren ect. In alten Kulturen finden sich als Assimilat glänzende Stärkekörner. Auch geeignet als Futter für diverse Jungfische.

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Volvox aureus - Kleine Wimpernkugel
Volvox schmückt zahlreiche Titelseiten und Publikationen und dürfte zu den bekanntesten und schönsten Vertretern der Algen zählen. Neben ihrer Schönheit weißt die Algenkolonie noch einige Besonderheiten auf: ausgeprägte positive Phototaxis, ungeschlechtliche sowie geschlechtliche Vermehrung, hohe Mobilität, Tod der Mutterkolonie nach dem Freilassen der Tochterkolonien.

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Haematococcus pluvialis - Blutregenalge
Die Blutregenalge ist bekannt für ihr eindruckvolle Rotfärbung von Gewässern und dem Beherrschen von unwirtlichen Lebendsräumen: schnell austrocknende Pfützen, Gesteinsmulden, flache Schalen ect.. Der Flagellat veranschaulicht im mobilen Stadium den Geiselschlag, Phototaxis, Biokonvektion sowie den schnellen Übergang zu einem palmellaähnlichen Ruhezustand (Aplanosporen) mit der extremen Rotfärbung durch die Bildung des Carotinoid Astaxanthin.
Sie eignet sich hervorragend als Futter für diverse Ein- und Mehrzeller.

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Scenedesmus longispina - Langstachlige Gürtelalge
Diese kleine Grünalge (ca. 10-15 µm) zeichnet sich durch eine rasante Teilung aus und eignet sich für Photosynthese- und Bioreaktorversuche. Sie ist einfachst zu kultivieren und dient als Futter für Wasserflöhe (Daphnia), Rädertiere (Rotatoria), Moostierchen, Tripos, Feenkrebsen, Stentoren und vielen mehr (auch als Futter für diverse Jungfische).

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Daphnia pulex - Gemeiner Wasserfloh
Dieser kleine Überlebenskünstler ist in fast jeder Wasserpfütze anzutreffen und ist ein wichtiges Glied in der Nahrungskette. Seine transparente Schalen bieten einen guten Einblick auf die inneren Organe und den Brutraum. Daphnia dient unter anderem als Nahrung für Süsswasserpolypen (Hydra) und dem Glas-Strudelwurm (Mesostopma ehrenbergi)

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Mesostoma ehrenbergi - Glas-Strudelwurm
Der Glas-Strudelwurm zählt zu den schönsten und größten einheimischen Turbellarien. Die gute Transparenz des Strudelwurmes ermöglicht schon am lebenden Objekt ohne mühevoller Präparation eine Einsicht in die flächig angeordneten Organe. Der Beutefang, das Paarungsspiel, die unterschiedliche Fortpflanzung durch Sommer- oder Wintereier sowie die einfache Haltung und Aufzucht machen Mesostoma ehrenbergi zu einem idealen Objekt für Schule, Studium und Forschung.

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Hydra vulgaris - Süßwasserpolyp
Der Süßwasserpoly ist ein Modellorganismus für Praktika und Forschung. Beutefang, Nahrungsaufnahme Zellaufbau, Regenerationsvermögen, Vermehrung durch Knospung und die Fortbewegung lassen sich gut beobachten. Bereits um 1730 wurden este Experimente von Abraham Trembley an Hydra durchgeführt.

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