Kulturanleitung
Stentor polymorphus / Grünes Trompetentierchen
Trompetentierchen zählen zu den eindruckvollsten Einzellern in unseren Gewässern. Die Größe (gestreckt bis zu 2mm) und die blitzschnelle Formveränderung machen es zu einem beliebten Beobachtungsobjekt. Stentor polymorphus veranschaulicht die Symbiose zwischen tierischen und pflanzlichen Zellen. Im Entoplasma sind hunderte von grünen Zoochlorellen eingelagert. Wie St. coeruleus besitzen sie einen perlschnurartigen Zellkern welcher allerdings durch die symbiotischen Algen schlechter zu beobachten ist.

Beobachtung: Formveränderung, symbiotische Algen, Nahrungsaufnahme, Nahrungsvakuolen, Zellkern, Zellteilung, Wimpernschlag, Fortbewegung

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Kulturanleitung
Gefäß:
Als Kulturgefäß eignen sich besonders 10 - 12cm Petrischalen, da hier die Kulturen ohne weiteren Aufwand unter der Stereolupe durchmustert werden können.

Medium:
Das kohlensäurefreie Mineralwasser "Volvic" ist ideal als Kulturmedium. Dieses Wasser aus einer Vulkanlandschaft in der Auvernge / Frankreich ist in jedem gut sortierten Getränkehandel zu erhalten. Die mineralische Zusammensetzung des Wassers bietet eine optimale, gleichbleibende Ausgangslösung. Dem Kulturmedium werden 2% Erdabkochungsextrakt zugesetzt (= 2ml Erdabkochungsextrakt auf 100ml Volvic)

Temperatur:
Die Temperatur sollte optimaler Weise zwischen 20 und 22 Grad liegen.

Verfahren:
Zur Entwicklung von Bakterien wird dem Medium ein Reiskorn oder Kohlrübenschnitzel beigegeben. Die Trompetentierchen können außerdem mit Euglena gracilis und Haematococcus pluvialis gefüttert werden. Ebenso eignen sich Chilomonas paramecium.

Standort:
Die Kulturen müssen hell (Nordfenster) aber vor direkten Sonneneinstrahlungen geschützt stehen.

Neuansatz:
Ein Neuansatz sollt nach ca. 6 Wochen erfolgen.

Stentor-Kolonie an einem sich zersetzenden Reiskorn

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